Kinder sind feinfühlig. Selbst sehr kleine Kinder können spüren, wenn in der Familie etwas nicht stimmt — die gedämpften Telefongespräche, die besorgten Gesichter, die gestörten Routinen. Obwohl es natürlich ist, sie vor schmerzhaften Wahrheiten schützen zu wollen, zeigen Forschung und Erfahrung konsequent, dass altersgerechte Ehrlichkeit Kindern viel besser hilft, damit umzugehen, als im Dunkeln gelassen zu werden. Stille schützt sie nicht; sie isoliert sie.
Verwenden Sie einfache, ehrliche Sprache. Für junge Kinder könnten Sie sagen: „Oma hat eine Krankheit namens Krebs. Die Ärzte geben ihr besondere Medizin, um ihr besser zu helfen." Vermeiden Sie Euphemismen wie „weggehen" oder „einschlafen", die zu Verwirrung und Angst führen können.
Versichern Sie ihnen, dass es nicht ihre Schuld ist. Kinder sind oft in magischem Denken und könnten sich selbst die Schuld geben. Machen Sie es klar und wiederholen Sie es nach Bedarf: Nichts, was sie getan, gesagt oder gedacht haben, hat das verursacht.
Begrüßen Sie alle ihre Fragen. Antworten Sie ehrlich auf ihrem Entwicklungsniveau. Es ist vollkommen in Ordnung zu sagen: „Ich weiß es nicht." Lassen Sie sie wissen, dass sie immer zu Ihnen kommen können, egal wie groß oder klein die Frage ist.
Erhalten Sie Routinen, wenn möglich. Routinen bieten Sicherheit und Vorhersehbarkeit. Versuchen Sie, Schule, Aktivitäten, Essenszeiten und Schlafenszeiten so normal wie möglich zu halten.
Achten Sie auf Verhaltensänderungen. Manche Kinder benehmen sich schlecht, manche werden anhänglich, manche ziehen sich zurück. Das sind normale Reaktionen auf Stress. Seien Sie geduldig.
Vor allem: Lassen Sie sie sehen, dass es in Ordnung ist, sich traurig, verängstigt oder verwirrt zu fühlen — und dass Ihre Familie das zusammen durchstehen wird.