Scanxiety. Es steht in keinem medizinischen Lehrbuch, aber jeder Patient kennt es. Es ist die schleichende Angst, die Wochen vor einer Routineuntersuchung beginnt und sich nicht auflöst, bis die Ergebnisse da sind.
Die Angst beginnt weit vor dem Termin. Ihr Schlaf verschlechtert sich. Sie googeln Überlebensstatistiken um zwei Uhr morgens. Sie planen mental Ihre Beerdigung. Jede körperliche Empfindung wird zu einem potenziellen Symptom. Dieses Stechen in der Seite — ist es der Krebs? Diese Müdigkeit — ist das normal?
Die Nacht davor ist die längste. Der Scan selbst — das Geräusch des MRT, das wie Ihr verstärkter Herzschlag klingt. Und dann das Warten auf die Ergebnisse. Die Woche zwischen Scan und Ergebnissen ist ein Fegefeuer.
Wenn die Ergebnisse gut sind — NED, kein Hinweis auf Krankheit — ist die Erleichterung körperlich. Aber sie hält nicht an. Denn der nächste Scan steht bereits im Kalender.
Ihre Angst ist nicht irrational. Sie ist eine rationale Reaktion auf eine bedrohliche Situation. Was hilft, ist darüber zu sprechen — mit Ihrem Partner, mit krebserfahrenen Freunden, mit einem Therapeuten, der auf Krebsangst spezialisiert ist.