Ihr Körper trauert mit. Trauer ist nicht nur ein emotionaler Zustand — sie ist eine körperliche Erfahrung, die sich in messbaren Symptomen zeigt. Erschöpfung, die durch Schlaf nicht besser wird. Kopfschmerzen. Magenprobleme. Brustschmerzen. Muskelschmerzen. Ein geschwächtes Immunsystem, das Sie anfälliger für Krankheiten macht.
Die Forschung zeigt, dass Trauer das Immunsystem beeinträchtigt, den Blutdruck erhöht und das Risiko für Herzerkrankungen steigern kann. Das sogenannte Broken-Heart-Syndrom — Takotsubo-Kardiomyopathie — ist eine reale medizinische Diagnose, die durch intensiven emotionalen Stress ausgelöst werden kann.
Nehmen Sie Ihre körperlichen Symptome ernst. Wenn Sie nach einem Verlust neue oder verschlechterte gesundheitliche Beschwerden bemerken, suchen Sie einen Arzt auf. Sagen Sie ihm, dass Sie trauern. Viele Ärzte verstehen den Zusammenhang zwischen Trauer und körperlicher Gesundheit nicht von selbst.
Kümmern Sie sich um Ihren Körper, auch wenn es sich sinnlos anfühlt. Essen Sie, auch wenn Sie keinen Hunger haben. Trinken Sie Wasser. Versuchen Sie zu schlafen, auch wenn der Schlaf nicht kommt. Bewegen Sie sich, auch wenn es nur ein kurzer Spaziergang ist. Ihr Körper braucht diese Grundversorgung jetzt mehr denn je.
Die körperlichen Symptome der Trauer werden besser. Aber sie verdienen Aufmerksamkeit und Fürsorge, genau wie die emotionalen.