Wenn eine Familie jemanden durch Krebs verliert, konzentrieren sich die Erwachsenen oft so intensiv auf ihre eigene Trauer, dass sie die jüngsten Familienmitglieder unbeabsichtigt ohne die Unterstützung lassen, die sie brauchen. Kinder fühlen Verlust tief, auch wenn sie keine Worte dafür haben.
Das Wichtigste, was Sie für ein trauerndes Kind tun können, ist ehrlich zu sein. Kinder sind bemerkenswert feinfühlig. Sie spüren, wenn etwas nicht stimmt, und wenn Erwachsene vage Euphemismen verwenden, kann das zu Verwirrung führen. Verwenden Sie klare, altersgerechte Sprache: „Omas Körper hat aufgehört zu funktionieren wegen dem Krebs, und sie ist gestorben. Das bedeutet, dass wir sie nicht mehr sehen können, aber wir können uns immer an sie erinnern und sie lieben."
Kinder trauern oft in Ausbrüchen. Ein Kind kann zehn Minuten lang intensiv weinen und dann bitten spielen zu gehen. Das bedeutet nicht, dass es nicht betroffen ist — es verarbeitet Trauer in kleineren Dosen. Interpretieren Sie ihre Fähigkeit zu spielen oder zu lachen nicht als Zeichen, dass sie „in Ordnung" sind.
Achten Sie auf Verhaltensänderungen. Ein trauerndes Kind könnte anhänglich, ängstlich oder ungewöhnlich still werden. Es könnte auf frühere Verhaltensweisen zurückfallen. Das sind normale Ausdrucksweisen der Trauer. Reagieren Sie mit Geduld und Beruhigung.
Beziehen Sie Kinder in die Rituale der Trauer ein, wenn angemessen. Einer Gedenkfeier beizuwohnen, Bilder für die verstorbene Person zu zeichnen — diese Rituale geben Kindern ein Gefühl der Teilnahme. Geben Sie ihnen immer die Wahl.
Schließlich lassen Sie Ihre Kinder Sie trauern sehen. Wenn Kinder sehen, wie ein vertrauenswürdiger Erwachsener weint, über Traurigkeit spricht, und dann schließlich Momente des Trostes findet, lernen sie, dass Trauer überlebbar ist. Das sind einige der wichtigsten Lektionen, die Sie ihnen je beibringen werden.