Trauer ist keine Störung. Es ist die natürliche, menschliche Reaktion auf den Verlust von jemandem, den man liebt, und die meisten Menschen werden mit der Unterstützung von Familie, Freunden, Zeit und ihrer eigenen inneren Resilienz durch sie hindurchfinden. Aber manchmal wird die Trauer so schwer und so unaufhörlich, dass sie sich anfängt anzufühlen, als würde man ertrinken. Wenn das passiert, ist das Strecken nach professioneller Unterstützung kein Zeichen, dass Sie gebrochen oder schwach sind. Es ist ein Zeichen, dass Sie mutig genug sind, um Hilfe zu bitten.
Wie wissen Sie, wenn Ihre Trauer über das hinausgegangen ist, was Sie alleine bewältigen können? Es gibt keine genaue Linie, aber es gibt Signale. Wenn Monate vergangen sind und die Intensität Ihres Schmerzes sich überhaupt nicht gelindert hat. Wenn Sie für einen längeren Zeitraum nicht in der Lage sind, grundlegende tägliche Funktionen wie Essen, Schlafen oder zur Arbeit zu gehen auszuführen. Wenn Sie sich an Alkohol oder andere schädliche Bewältigungsmechanismen wenden.
Vielleicht ist das wichtigste Warnsignal anhaltende Gedanken der Selbstverletzung oder das Gefühl, dass das Leben nicht lebenswert ist. Wenn Sie diese Gedanken erleben, wenden Sie sich bitte sofort an eine Krisenhotline oder einen Fachmann für psychische Gesundheit.
Es gibt viele Formen professioneller Unterstützung. Einzeltherapie mit einem auf Trauer spezialisierten Berater kann einen sicheren, privaten Raum bieten. Suchen Sie nach jemandem mit Erfahrung in krebsbezogenem Verlust. Trauer-Selbsthilfegruppen können zutiefst tröstend sein, weil sie Sie mit Menschen verbinden, die wirklich verstehen.
Um Hilfe zu bitten bedeutet nicht, dass Sie nicht stark sind. Es bedeutet, dass Sie erkennen, dass manche Lasten zu schwer sind, um sie alleine zu tragen — und das ist Weisheit, keine Schwäche. Die Liebe, die Sie für die Person haben, die Sie verloren haben, verdient es, mit Fürsorge gehalten zu werden.